Zwei Tode, eine Woche.
Habermas und Chuck Norris sind in derselben Woche gestorben. Der eine glaubte an das bessere Argument. Der andere brauchte keins. Warum beide etwas hinterlassen.
Es gibt Gedanken, die lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Die passen in kein Meeting, auf kein LinkedIn-Profil und in keine PowerPoint. Aber sie sind da. Und wenn ich sie nicht aufschreibe, platzen sie irgendwann raus — meistens zur falschen Zeit am falschen Ort.
Warum regen wir uns über alles auf, aber ändern nichts? Warum darf man nicht mehr traurig sein, ohne dass jemand mit einem Coaching-Tipp um die Ecke kommt? Warum tun wir so, als hätten wir auf alles eine Antwort — und trauen uns nicht zu sagen: Ich weiß es nicht?
Hier denke ich laut nach. Über Gesellschaft, Haltung, Familie, Verletzlichkeit und die Dinge, die mich nicht loslassen. Nicht fertig, nicht perfekt, nicht immer bequem. Aber ehrlich. Wer das aushalten kann, ist herzlich willkommen.
Habermas und Chuck Norris sind in derselben Woche gestorben. Der eine glaubte an das bessere Argument. Der andere brauchte keins. Warum beide etwas hinterlassen.
Die deutsche Sprache hat über 370 Schimpfwörter aus Tiernamen. Bei fast jedem liegt die Wissenschaft mit der Volksweisheit im Clinch. Über Spatzenhirne, die pro Gramm mehr Neuronen haben als wir. Über Ratten, die Schokolade teilen. Und über 2.600 Jahre Unrecht.
Was wäre, wenn James Bond ein normaler Angestellter wäre? Über Dienstwagen-Totalschäden, Compliance-Verstöße, 400 Vorfallberichte und ein Jahresgespräch, das es in sich hat.
Ich stehe in Koserow am Strand. Das Wasser ist so klar, dass ich meine Füße sehen kann. Ausgezeichnete Badewasserqualität, sagt die Tafel. Aber 67 Billionen Mikroplastik-Partikel, 300.000 Tonnen Munition am Grund und Todeszonen doppelt so groß wie Dänemark erzählen eine andere Geschichte.
Eine Nachlese zu Prechts Anna, die Schule und der liebe Gott — und die Erkenntnis, dass ich seit Jahren über Erziehung, Führung und Neugier schreibe, ohne zu merken, dass sich ein Kreis schließt.
Warum ich Lanz & Precht höre, obwohl mich der eine zur Weißglut treibt — und ich mit dem anderen Bartgeier schauen gehen würde. Über Name-Dropping, Populismus, Pausentasten und die Frage, warum Reibung das Beste hervorbringt.
Heute morgen. Koserow, Usedom. Socke und ich am Hundestrand — und eine Frau, die ihren Haufen liegen lässt. Das war mein Trigger. Also hab ich gerechnet.
Erstes Mal Usedom. Koserow. E-Auto, Borderdackel, Sonnenaufgang am Strand — und ein 71-jähriger Mathematiker am Nebentisch, der ChatGPT statt Google nutzt. Über Ankommen, Neugier und Gespräche, die einfach passieren.
Ein Freund hat seine Mutter verloren. Das Verhältnis war nicht einfach. Über Verlust, schwierige Beziehungen und die Frage, die danach schwerer wiegt als jeder Streit davor: Hätte ich …?
Über Socke. Über Energie. Und darüber, was ein Hund dich lehrt, das kein Buch kann.